Körperpsychotherapie BAT - Methoden

In der Bioenergetischen Analyse und Therapie wird - eingebettet in eine tragfähige therapeutische Beziehung - das analytische Gespräch mit Körperinterventionen kombiniert. Dabei dient das Gespräch dem Verstehen und der Deutung der mit den Körperinterventionen gemachten Erfahrungen, sowie der Integration der Erkenntnisse in den Alltag der KlientInnen. Als Körperinterventionen kommen zum Beispiel folgende Methoden zur Anwendung:

 

  • Arbeit mit der Selbstwahrnehmung
  • Arbeit mit der Atmung
  • Körperübungen und Haltungen (Grounding, Stresspositionen)
  • Bewegungs- und Ausdrucksübungen
  • Berührung
  • Beziehungsübungen

 

Arbeit mit der Selbstwahrnehmung

Darunter versteht man Interventionen, welche die KlientInnen zu einer Hinwendung zu ihren eigenen Körperempfindungen anregen. Dies kann von einer einfachen Zwischenfrage innerhalb des Gesprächs bis zu geleiteten Körperwahrnehmungsübungen reichen.

Arbeit mit der Atmung

Die Vertiefung der Atmung hilft, Empfindungen, Gefühle und Erinnerungen erfahrbar zu machen. Eine eingeschränkte Atmung bedeutet immer eine Reduktion der Vitalität des Organismus. Umgekehrt macht eine Aufladung des Körpers durch vertiefte Atmung erst diese Reduktion und spezifische Blockierungen deutlich. Im Laufe der Analyse können die Blockaden und ihre Entstehung in Bezug zur Lebensgeschichte verstanden und aufgelöst werden.

Körperübungen und Haltungen

Ein Herzstück der BAT bilden die "Groundingübungen". "Grounding" bedeutet "Erdung" (Verwurzeltsein, Kontakt mit der Erde haben, Realitätsbezug). Es bedeutet aber auch das Verbundensein mit der sozialen Mitwelt. Übungen dazu erlauben den KlientInnen, ihr Verhältnis zur Schwerkraft auszuloten und herauszufinden, wie und wo ihr Kontakt zur Erde unterbrochen oder vermindert ist. Mittels Stresspositionen, d.h. durch besondere Belastung bestimmter Muskelgruppen, kombiniert mit vertiefter Atmung, kann die Erdung verbessert werden.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Übungen, die unterschiedliche Körperregionen bzw. – segmente ansprechen.

Bewegungs- und Ausdrucksübungen

Diese Interventionen reichen von der Wiederholung und Vergrösserung von spontanen Gesten, die als nonverbale Begleitung im Gespräch erscheinen, bis hin zum kathartischen Ausdruck von Emotionen.

Berührung

Eine körperliche Berührung der KlientInnen durch die TherapeutInnen geschieht niemals ohne die Zustimmung der KlientInnen. Beispiele für Berührungen durch die TherapeutInnen sind das  einfache unterstützende Halten  (Hilfestellung) oder die Arbeit mit Druck und Gegendruck.

Beziehungsübungen

Darunter sind Interventionen zu verstehen, welche die verschiedenen Ebenen der Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn zum Inhalt haben. Zum Beispiel Distanz- Näheregulation, Positionierung im Raum, Augenkontakt usw.