Bioenergetische Körperübungen

Elefant

In der "Elefanten-Position" (engl. „bend over“) wird die Rückseite des Körpers (Rücken, Hüfte, Beine) im Moment des Ausatmens gedehnt, wodurch Vibrationen in den Beinen entstehen können. Die Kopf-Kontrolle wird reduziert, die Atmung vertieft, die Belebung in den Beinen und der Bodenkontakt (Erdung) werden durch gebeugte Knie- und Sprunggelenke gefördert.

Das Prinzip der Erdung (Grounding) ist ein originär bioenergetisches Konzept und beinhaltet den Kontakt zum Boden, zur Realität des Selbst und dessen sozialen Umgebung (Verwurzelung).

Wenn eine Person gut geerdet ist, ist sie mit ihrer Selbstwahrnehmung mehr in ihrer Mitte und bei sich, ihr Körper fühlt sich entspannter an und der Atem kann frei fliessen. Sie weiss, wer sie ist und wo sie steht; die Person fühlt sich mit sich selbst (mit der eigenen Biographie) und der Welt verbunden. Eine gut geerdete Person kann ihre Gefühle angemessen und adäquat ausdrücken.

Bogen

Ziel der „Bogen-Position“ ist die Herstellung der Belebung in Brust, Bauch, Becken und Beinen, indem die Person sich dehnt, dabei ihre Arme und Schultern nach hinten bewegt und die Vorderseite des Körpers öffnet.

Diese Öffnung – in Verbindung mit vertiefter Atmung und verbesserter Erdung – kann Vibrationen erzeugen, die als spannungslösend sowie als belebende, anregende Energie und Tonisierung des Körpers wahrgenommen werden.

Beinschlag

Die Bioenergetische Analyse richtet die Aufmerksamkeit auch auf unsere aggressiven-selbstbehauptenden Impulse und auf die Grenzen unserer Person im Kontakt zur Umwelt.

Viele psychosomatische Symptome hängen mit der Blockierung von Wut, Ärger, Zorn, Hass, Negativität in unserem Körper zusammen.

Die positive Kraft der Aggression – das lat. „aggredi" im Sinne von Herangehen und für die eigenen Bedürfnisse Eintreten – kann mit Hilfe von mobilisierenden, expressiven Übungen wie dem "Beinschlagen" zum Ausdruck von Protest wieder belebt werden.

Durch die Lösung der körperlichen Starre in den Beinen, Vertiefung des Atems in den Bauch und ins Becken und den damit wieder belebten und erneut fließenden Gefühlen lassen sich Lust und Freude wieder herstellen. Das „rhythmische Beinschlagen“ dient dazu, dass die Beine als ein Mittel zur Selbstäusserung empfunden werden können.

Quellen:

Heinrich-Clauer Vita, http://www.vita-heinrich-clauer.de/, Zugriff am 12.01.2013
Lowen Alexander (2010). Bioenergetik für Jeden – Das vollständige Übungsbuch. Kirchheimverlag